BITMi: Innovationshemmnisse made in Germany überwinden

CyberForum 02.03.2012

Hannover/Aachen, 1. März 2012 – Bereits seit mehreren Generationen kommen die Global Player aus der IT- und Internetbranche überwiegend aus den USA. Aufsteigern wie eBay, Google, Facebook, Twitter und Co., die sich binnen weniger Jahre vom IT-Mittelständler zum Global Player entwickelt haben, hat Deutschland bis auf wenige Ausnahmen wie SAP nichts Vergleichbares entgegenzusetzen“, betont der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi). Laut Verband ist dies ein Indiz dafür, dass Startups und mittelständische IT-Firmen in Deutschland zu wenig oder falsch gefördert werden. In seinem aktuellen Positionspapier hat der BITMi seine wichtigsten Forderungen aufgestellt, um technologische „Highflyer made in Germany“ hervorzubringen. Den Forderungskatalog stellt der nach eigener Einschätzung einzige IT-Verband in Deutschland, der ausschließlich mittelständische Interessen vertritt, auf der Computermesse CeBIT vor. „Es muss doch nachdenklich stimmen, dass praktisch alle IT-Aufsteiger, die sich in den letzten Jahren vom Mittelständler zum Global Player entwickelt haben, aus den USA stammen“, erklärt Martin Hubschneider, Mitglied im Präsidium des BITMi-Verbandes und zugleich Vorsitzender der CAS Software AG, die sich zu den international erfolgreichen deutschen Softwareherstellern zählt. „Dass deutsche ITMittelständler oft ins Hintertreffen geraten, liegt aber nicht daran, dass sie weniger kreativ oder ehrgeizig sind, sondern hängt unmittelbar mit dem hiesigen regulatorischen und gesetzlichen Umfeld zusammen“, fügt Hubschneider hinzu. Der deutsche Mittelstand berge zwar dasselbe Potenzial, aber er brauche hierfür auch eine wachstumsfördernde Umgebung. Die aktuelle Ankündigung der Bundeskanzlerin, die Finanzierung junger innovativer Unternehmen in Deutschland mit mehr Wagniskapital zu verbessern, wertet der BITMi als einen Schritt in die richtige Richtung. „Bisher steht die falsche Forschungsförderung für den IT-Mittelstand beispielhaft für das Versagen der hiesigen Institutionen bei der Unterstützung derjenigen Unternehmen, die 85 Prozent der Ausbildungsplätze der deutschen IT-Branche bereitstellen. Aufgrund der bürokratischen Hürden landen die für den Mittelstand vorgesehenen Forschungsmittel all zu oft bei Konzernen und etablierten Forschungseinrichtungen“, gibt BITMi-Präsidiumsmitglied Martin Hubschneider ein Beispiel für „Innovationshemmnisse made in Germany“.

(Pressemitteilung des BITMi)