Der NAS Server - Teil 3

Cloud & Store 23.07.2015

In „Der NAS-Server – Teil 2“ erfuhren Sie, wie der NAS-Server als Home-Server über sich und Ihre bisherigen Möglichkeiten der Datennutzung hinauswächst. Im Anschluss daran gehe ich jetzt darauf ein, wie der NAS-Server Sie als Selbstständigen oder Kleinunternehmer optimal unterstützt.

Nehmen wir an, dass Sie freiberuflich oder als Selbstständiger Unternehmer tätig sind. Oder dass Sie ein kleines Unternehmen oder einen Handwerksbetrieb mit bis zu vielleicht zehn Mitarbeitern führen. Dann nutzen Sie mit aller Wahrscheinlichkeit auch einen Internetanschluss. Und dann kann Sie - ebenfalls mit aller Wahrscheinlichkeit – ein NAS-Server effizient und gewinnbringend unterstützen. Wie hier im Folgenden und im Detail erläutert wird.

Gehen wir von der Grundfunktionalität eines NAS aus. Damit lassen sich Verzeichnisse und Dateien in einem Netzwerk teilen und nutzen – als Einzelner oder mit mehreren Mitarbeitern gemeinsam. In allen Fällen kann man mit einem NAS auf einfachste Weise über das Internet auf seine Daten zugreifen. Das kann je nach Wahl über einen Webbrowser, über das WebDAV- oder FTP Protokoll oder über eine gesicherte VPN-Verbindung erfolgen. 

Innerhalb des Hauses im Heim-Netzwerk fungiert der NAS-Server wie ein normaler Windows- oder Linux File-Server. Sie können also mehrere PCs oder Notebooks über das Heim-Netzwerk mit dem NAS-Server verbinden und auf Ihre Verzeichnisse und Dateien zugreifen. Dabei können Sie selbstverständlich auch die von Windows oder Linux bekannten Benutzer-, Gruppen- und Rechte-Verwaltung nutzen.

IHRE Daten + IHR NAS-Server = IHRE Datensicherheit und IHRE volle Kontrolle

Mit einem NAS-Server wissen Sie immer, wo ihre Daten sind: auf Ihrem NAS-Server; und NUR auf Ihrem NAS-Server – ohne ungewollte Zugriffe Dritter und mit von Ihnen eindeutig geregelten Zugriffsrechten.

Viele Unternehmen benutzen typischerweise Dropbox, Team- oder Skydrive sowie andere Cloud-Dienste, um ihre Dateien mit Kunden zu teilen oder Dateien mit mehreren Geräten zu synchronisieren. Daraus ergeben sich allerdings mindestens zwei potentielle Probleme.

Zum einem ist das die Datensicherheit. Bedenken Sie, dass Sie Ihre Daten auf einem x-beliebigen Server im Internet ablegen und damit keine komplette Kontrolle mehr darüber haben, was mit Ihren Daten geschieht. Sie können mittlerweile zwar bei vielen dieser Dienste Ihre Daten verschlüsselt ablegen. Aber dann können Sie sie auch nicht mehr für Ihre Kunden freigeben.

Der zweite wunde Punkt sind die Kosten. In der Regel erhalten Sie von den genannten Diensten nur wenige GB Speicher kostenlos. Wenn Sie mehr Speicherplatz benötigen, entstehen Ihnen, je nachdem monatlich oder jährlich, nicht unerhebliche Zusatzkosten.

Ganz anders bei einem NAS-Server:

Hier bekommen Sie diese Funktionalität als kostenlose Applikation automatisch und sofort mitgeliefert. Vor allem entscheidend: Ihre Daten sind nicht irgendwo im Internet, sondern bei Ihnen auf Ihrem eigenen NAS-Server abgelegt, der bei Ihnen in der Firma oder Zu Hause steht. Damit haben Sie die volle Kontrolle über Ihre Daten und über den verfügbaren Speicherplatz.

Bei Synology nennt sich diese Applikation Cloud Station. Diese verteilt und synchronisiert entsprechend freigegebene Verzeichnisse auf mehreren PCs, Notebooks, Tabletts, Smartphones oder anderen NAS-Server. Sie bestimmen hierbei frei, ob ein Verzeichnis synchronisiert oder nur verteilt wird und wer darauf zugreifen darf. Desweiteren können Sie auch Filter so setzen, dass nur ein bestimmter Dateitypus – beispielsweise PDFs - oder nur bis zu einer bestimmten Größe von Dateien synchronisiert bzw. verteilt wird.

Dadurch eröffnen sich viele Anwendungsbereiche eines NAS-Servers von ganz alleine. Ein Freiberufler oder Selbstständiger beispielsweise kann seine sämtlichen Betriebsdaten zwischen PC und Notebook synchronisieren und dann von überall und also auch von unterwegs aus mit dem gesamten Bestand arbeiten. Da die Daten jeweils auch lokal auf dem PC oder Notebook vorhanden sind, kann dies sogar ohne Internetverbindung geschehen. Die erfolgten Änderungen werden später dann automatisch übertragen, sobald man wieder eine Online-Verbindung aufbaut. Oder nehmen wir einen Kleinunternehmer. Er hat jetzt dank seines NAS-Servers auch von Zuhause aus Zugriff auf seine Rechnungs- oder Buchhaltungsdaten, kann daran arbeiten und die entsprechenden Änderungen und Erweiterungen bei der nächsten Onlineverbindung synchronisieren.

Der NAS-Server als Daten-Back-up

Ein zentraler Aspekt und automatischer Effekt dieser Art von Datensynchronisation über Ihre eigene Cloud, also die sog. Private Cloud, ist die komfortable Datensicherung, die ein NAS-Server leistet. Und zwar einfach dadurch, dass Ihre Daten je nach Konfiguration auf mehreren Geräten liegen. Das befreit Sie zwar nicht von einer generellen Datensicherungspflicht, aber Sie haben Ihre Daten dann zumindest an mehreren Standorten gesichert.

Der NAS-Server ist prinzipiell das optimale Gerät, um alle Ihre Daten und Backups zu speichern. Sei es nun der Datenbestand selbst; seien es die Backup-Generationen Ihrer Daten oder die Backups Ihrer PCs und Notebooks.

Dazu benötigen Sie lediglich wenige externe Festplatten zusätzlich, um die Daten in mehreren Generationen und an verschiedenen Standorten zu lagern.

Grundsätzlich gibt es überall dort Anwendungsmöglichkeiten, wo viele, wertvolle Daten anfallen. Bei einem Fotografen, bei Werbeagenturen, beim Immobilienmakler und vielen mehr. Sie können so komfortabel wie nie zuvor Applikationen wie die File-, Cloud- oder Photo Station in Zusammenarbeit mit Ihren mobilen Applikationen nutzen, um Bilder, Grafiken oder Exposés beispielsweise Ihren Kunden vor Ort zu zeigen, als ob diese in Ihrem Büro wären. Auch die Note Station mit ihren Notizbüchern, in denen man zum Beispiel auch Diktate, Bilder oder Videos ablegen kann, ist für viele Berufsgruppen interessant.

In meinem nächsten Blog lesen Sie, wie Sie als Unternehmer jeder Größe von einem NAS-Server profitieren. Bleiben Sie also dran!