EU-Projekte UPSIDE & Be Wiser erfolgreich beendet

CyberForum 23.06.2016

Mehr als 200 Kooperationsveranstaltungen, vertiefte Zusammenarbeit mit anderen europäischen Netzwerken und Städten, die Weiterentwicklung der „Smarter City Karlsruhe“, Blaupausen und Best Practices für baden-württembergische Unternehmen sowie die Sensibilisierung der Bürger für das Thema IT-Sicherheit – die Bilanz der 3-jährigen Projektlaufzeit von Be Wiser und UPSIDE ist beeindruckend. Im Rahmen einer großen Abschlusskonferenz im slowenischen Bled zogen die EU-Projekte nun ihr Resümee.

Karlsruhe, 23. Juni 2016 Als im Frühjahr 2013 die Förderbescheide kamen, war die Freude in Karlsruhe groß – gleich zwei EU-Projekte mit IT-Fokus wurden bewilligt und konnten zum 1. Juli 2013 Fahrt aufnehmen: Be Wiser (Building Enterprises – Wireless and Internet Security in European Regions) und UPSIDE (User-driven Participatory Solutions for Innovation in Digitally-centred Ecosystems). Bei beiden Projekten war das CyberForum bei Antragstellung und späterer Umsetzung maßgeblich beteiligt.

Im Rahmen der 29. Bled eConference (Slowenien), einer Konferenz zur digitalen Wirtschaft, fanden am 21. und 22. Juni nun die Abschlussveranstaltungen zum Ende der dreijährigen Projektlaufzeit von UPSIDE und Be Wiser statt.

Europaweite Kooperation für die individuelle Entwicklung vor Ort



Ziel des Projektes UPSIDE ist es, Innovation und partizipative Methoden in der städtischen Entwicklung einziehen zu lassen. Zudem sollen auch Cluster, also institutionalisierte Verbindungen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung, aktiv in diese partizipativen Prozesse mit eingebunden werden. Das CyberForum ist Koordinator des Projekts und als solches Hauptansprechpartner für die Europäische Kommission.



Das Projekt Be Wiser zielt darauf ab, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und nicht zuletzt Bürger für das Thema der IT-Sicherheit zu sensibilisieren und die Forschung zur IT-Sicherheit, insbesondere zur Sicherheit drahtloser Verbindungen, voranzutreiben. Auch im Rahmen von Be Wiser wird die Nutzung von Synergieeffekten durch die Integration von Netzwerken und Clustern in Entwicklungs- und Umsetzungsprozesse vorangetrieben.

Im slowenischen Bled kamen die beiden Projektkonsortien nun zusammen, um ihr jeweiliges EU-Projekt abzuschließen und die Ergebnisse und Erkenntnisse der Projektlaufzeit zu sichten.



UPSIDE: Partizipative Prozesse in die Stadtentwicklung integrieren



Das Projekt UPSIDE zielt darauf ab, mittels partizipativer Methoden Innovationsprozesse in Städten anzustoßen – also beispielsweise das Konzept der Smart Cities auch mithilfe von Bürgerbeteiligung umzusetzen. So wendeten im Projekt involvierte Städte und Regionen während der Projektlaufzeit verschiedenste Konzepte der Bürgerbeteiligung und Integration regionaler Cluster in städtischen Entwicklungsprozessen an und betreuten in Summe ca. 120 Kooperationsveranstaltungen. Die Ergebnisse wurden z.B. im Rahmen der Stadtentwicklungskonferenz „Futur en Seine“ in Paris (Frankreich) vorgestellt. 


In Karlsruhe war u.a. auch die Wirtschaftsförderung Karlsruhe in das Projekt mit eingebunden. So konnte mit der Teilnahme Karlsruhes am Bundeswettbewerb „Zukunftsstadt“ die Anwendung partizipativer Methoden direkt praktiziert werden. In mehreren Workshops und einem World Café beteiligten sich insgesamt rund 400 Bürger, die öffentliche Verwaltung und das CyberForum als Cluster und bewiesen so, dass die mit dem Projekt angestrebten Synergieeffekte möglich sind. 



Be Wiser: IT-Sicherheit im Blick haben – für Unternehmen und Bürger



Auch im Rahmen von Be Wiser konnten ca. 120 Kooperationsveranstaltungen in ganz Europa und darüber hinaus durchgeführt werden. Viele davon fanden mit aktiver Beteiligung von Unternehmen und Bürgern statt und konnten somit direkt dem Ziel der Sensibilisierung dienen. Im Frühjahr 2016 reisten Unternehmen und Cluster beispielsweise gemeinsam ins Silicon Valley, um sich bei einer Konferenz und bei Unternehmensbesuchen mit den neuesten Trends und Entwicklungen der IT-Sicherheit auseinanderzusetzen. Und auch die in Karlsruhe bekannte und beliebte Großveranstaltung Anti-Prism-Party wurde mit Unterstützung des EU-Projektes durchgeführt und erreichte viele Bürger in der Region.



Baden-Württemberg: Erfahrungen fließen in hiesige Wirtschaft ein



Zudem werden beide Projekte auch langfristig Früchte tragen, u.a. in Baden-Württemberg: Viele der Überlegungen und Erfahrungen, die im Rahmen des europäischen Austausches gemacht wurden, flossen beispielsweise in die Konzeption des DIZ | Digitales Innovationszentrum ein, welches die baden-württembergische Wirtschaft fit für die Digitalisierung macht. Weiterhin wurden viele Best Practices erarbeitet, die Unternehmen im In- und Ausland als Beispiel und Hilfestellung dienen können.



Abschlusstreffen der Konsortien in Bled



Eingebettet in die Bled eConference zur digitalen Wirtschaft fanden am 21. und 22. Juni nun die jeweiligen Abschlussveranstaltungen der beiden EU-Projekte statt. Am 21. Juni veranstaltete UPSIDE zu diesem Zweck zwei Methoden-Workshops und ein Konferenz-Panel mit ca. 80 Teilnehmern, am 22. Juni bespielte das Be Wiser-Konsortium ebenfalls ein Konferenz-Panel mit knapp 50 Teilnehmern. Zudem wurden in internen Sitzungen die formalen Abschlussgespräche geführt, die Ergebnisse zusammengefasst und den beteiligten Projektpartnern gedankt.



Förderhinweis


Die beiden EU-Projekte werden durch die Europäische Union im 7. Forschungsrahmenprogramm unter den Förderkennzeichen 319907 (Be Wiser), respektive 319962 (UPSIDE) gefördert.

Weitere Informationen unter: www.upside-project.eu und www.be-wiser.eu




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