Gemeinsam die „Zukunftsstadt“ entwickeln: SmartQuarterVision KA 2030+

CyberForum 22.05.2015

Ob Sharing-Kultur, Urban Gardening oder vernetzte Mobilität – es gibt viele Ideen, die eine Stadt noch lebenswerter und zukunftsfähiger machen können. Doch nur in Zusammenarbeit von Bürgern, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung können aus den vielen Bausteinen tragfähige Gesamtkonzepte entstehen. Mit dem Wettbewerb „Zukunftsstadt“ unterstützt das BMBF Städte, Landkreise und Gemeinden dabei, ihre innovativen und nachhaltigen Konzepte in die Tat umzusetzen.

Insgesamt 128 Kommunen hatten sich für eine Förderung im Rahmen des Wettbewerbs „Zukunftsstadt“ beworben. 52 von ihnen wurden im April zur Teilnahme ausgewählt – darunter auch Karlsruhe! 

Karlsruhe tritt bei diesem bundesweiten Wettbewerb mit seiner „SmartQuarterVision KA 2030+“ an. Bei diesem Projekt sollen gemeinschaftlich gesellschaftliche, wirtschaftliche, technologische und ökologische Herausforderungen und Umsetzungsvorschläge zunächst exemplarisch in zwei Stadtteilen Karlsruhes, Mühlburg und Knielingen, ermittelt werden - um dann Lösungen und Strategien für die Urbanität der Zukunft zu entwickeln, die auch auf andere Stadtteile übertragbar sind. Ergebnis sind spezifische Visionen für die Zukunft des jeweiligen Stadtteils mit Zeithorizont 2030+, die sowohl von den Einwohnerinnen und Einwohnern, als auch von weiteren relevanten Akteuren (ansässiges Gewerbe, kommunale Verwaltung etc.) getragen werden.

Die Stadt entwickelte bereits ein Konzept „SmartQuarter Karlsruhe“, basierend auf den Stärken Karlsruhes in den Hightech-Branchen sowie in Wissenschaft und Forschung, bei dem im Sinne eines vernetzten Stadtteils vor allem technologische, IT-gestützte Lösungen im Fokus stehen. Dieses Konzept bildete die Grundlage für die Bewerbung Karlsruhes und soll im weiteren Verlauf des Wettbewerbs einen wachsenden Fokus erhalten.

SmartQuarterVision KA 2030+ ist ein gemeinsames Projekt der Stadt Karlsruhe, des CyberForum, des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und des Europäischen Instituts für Energieforschung (EIFER ). Mit dem operativen Projektmanagement ist die CyberForum Service GmbH beauftragt, eine 100-prozentige Tochter des CyberForum e.V., die bereits federführend bei der Antragserstellung war.

Inhaltlich unterstützt wird das Vorhaben zudem durch das durch die Europäische Union geförderte Projekt UPSIDE (User-driven Participatory Solutions for Innovation in Digitally-centred Ecosystems, Förderkennzeichen 319962), welches die partizipative Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern in Innovationsprozesse von Smart Cities untersucht.

Der Wettbewerb „Zukunftsstadt“ läuft in drei Phasen ab. Aus den 52 Teilnehmern in Phase 1 werden 20 für Phase 2 ausgewählt, um jeweils ein Umsetzungskonzept für ihre urbane Vision zu entwickeln. 2018 erhalten dann von diesen 20 Teilnehmern bis zu 8 Kommunen durch Fördermittel die Chance, in Phase 3 die von ihnen entwickelte Vision (basierend auf ihrem Realisierungskonzept) in die Realität umzusetzen.

Mehr über „SmartQuarterVision KA 2030+“, den Wettbewerb „Zukunftsstadt“ und die anderen teilnehmenden Kommunen erfahren Sie hier:

http://www.wettbewerb-zukunftsstadt.de/


Bild: DragonImages/Thinkstock




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