Globale Wettbewerbsfähigkeit der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) weiter fördern

CyberForum 13.09.2013

Das CyberForum ist Partner bei zwei neuen EU-Projekten, kann sich so auch weiter international als Innovationsnetzwerk etablieren. „UPSIDE“ und „Be Wiser“ heißen die beiden Vorhaben, deren Fokus auf dem Auf- und Ausbau eines europaweiten Netzwerks liegt. Dadurch soll die regionale IT- und Hightech-Branche bei ihren Internationalisierungsaktivitäten noch zielgenauer unterstützt werden – ein Thema, bei dem das CyberForum eng mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Karlsruhe zusammenarbeitet.
Im Rahmen von „UPSIDE“ und „Be Wiser“ sollen zudem die Bedürfnisse der sich stetig wandelnden IT- und Hightech-Branche untersucht und maßgeschneiderte Lösungen gefunden werden. „Im Mittelpunkt stehen dabei zentrale Themen wie Mobilität, Energieeffizienz und derzeit natürlich allen voran die IT-Sicherheit“, so Tamara Högler, Leiterin für Internationale Angelegenheiten im CyberForum.

Nach „ClusteriX“ und „CentraLab“ sind „UPSIDE“ und „Be Wiser“ Forschungsprojekt Nummer drei und vier, welche auf die Förderung der globalen Wettbewerbsfähigkeit der regionalen IT-Branche abzielen. Großes Plus für die Region: Durch das im Rahmen von „ClusteriX“ unterzeichnete „Business Roaming Agreement“ stehen weltweit Anlaufstellen für IT-Unternehmen zur Verfügung – in knapp 50 Städten von Malmö über London bis Hong Kong. Dadurch kann die regionale IT-Branche Büro- und Konferenzräume sowie diverse Services ortsansässiger Partnernetzwerke mitnutzen. Gleichzeitig wird Firmen aus Europa, Nordamerika, Asien oder Australien der Zugang zur TechnologieRegion Karlsruhe deutlich erleichtert.

Bei „CentraLab“ steht der Ansatz der „Living Labs“ im Vordergrund: Der Anwender und dessen Arbeits- und Lebensumgebung wird viel stärker in den Entwicklungsprozess integriert. Dadurch können Unternehmen ihre Produkte besser am Marktbedarf orientieren. Gleichzeitig ergeben sich durch solche „lebendigen Forschungsumgebungen“ neue Erkenntnisse, die für den Anwender zur Steigerung der Lebensqualität führen. Die aus „CentraLab“ gewonnenen Erkenntnisse fließen in Initiativen wie „Smarter City Karlsruhe“ ein, beispielsweise bei der Planung einer intelligenten Verkehrsinfrastruktur oder der Entwicklung einer energieautarken Stadt.

Weiterführende Informationen

„CentraLab“

Das Projekt „CentraLab“ („Central European Living Lab for Territorial Innovation“) basiert auf dem Ansatz der „Living Labs“. Hierbei werden Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung in einen Praxiskontext gebracht, um einen Mitgestaltungsprozess mit Anwendern zu ermöglichen. Das Hauptziel des Projekts besteht darin, Mitteleuropa in ein themenoffenes Labor für Innovationen zu überführen, das soziale, organisatorische und technologische Aspekte berücksichtigt. Im Rahmen von „CentraLab“ arbeiten zehn Partner aus acht europäischen Ländern zusammen. Die Themen des Projektes reichen von „Klimawandel“ über „Energieeffizienz“ bis hin zu „Medien und Kreativität“ oder „Mobilität“. „CentraLab“ soll die Wettbewerbsvorteile dieses neuen Innovationsansatzes verdeutlichen, um territorialen Zusammenhalt, Integration, Erfahrungsaustausch und den Aufbau von Partnerschaften zwischen europäischen Ländern zu fördern.

„CusteriX“
Das Interreg IVC-Projekt „ClusteriX“ zielt darauf ab, regionalen Behörden die Identifikation, Analyse und Erschließung des Potenzials zukünftiger, strategischer Cluster-Entwicklungen durch den Austausch von Erfahrungen und bewährten Praktiken zwischen neun Partnern aus acht verschiedenen Ländern zu ermöglichen. Das übergeordnete Ziel von „ClusteriX“ ist daher, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Regionen und somit der dortigen Unternehmen zu fördern – sowie deren Innovationspotenzial durch die Verbesserung und strategische Neuausrichtung der Cluster-Politik in Richtung so genannter „Smart Specialization“ (intelligente Spezialisierung) zu erhöhen. Einen entscheidenden Beitrag liefert hierzu das „Business Roaming Agreement“ (BRA), das zwischen dem Cluster 55° und dem CyberForum unterzeichnet wurde. Es ermöglicht den Unternehmen aller beteiligten BRA-Partner, die Infrastruktur und weitere Dienstleistungen der jeweiligen Cluster kostenlos für einen bestimmten Zeitraum zu nutzen.

„UPSIDE“
Im Rahmen von „UPSIDE: User-driven Participatory Solutions for Innovation in Digitally-centred Ecosystems“ arbeiten elf Partner aus sechs europäischen Ländern zusammen, um Forschung, Innovationspotenzial und globale Wettbewerbsfähigkeit europäischer Regionen im Bereich partizipativer Innovationen durch die Vernetzung von Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Institutionen und politischen Entscheidungsträgern zu stärken. Das CyberForum ist aufgrund seiner langjährigen Erfahrung im Bereich europäischer Forschungsprojekte der so genannte LEAD-Partner (Koordinator) des Projekts und zentraler Ansprechpartner für die Europäische Kommission.
UPSIDE soll die Annäherung der digitalen Agenden der führenden IT-Cluster in den Partnerregionen fördern. Während der technologische Fokus auf der Entwicklung innovativer digitaler Dienste unter Einbezug potenzieller Anwender liegt, besteht die organisatorische Herausforderung darin, wie man Triple Helix Clusters effektiver in regionale Innovationsprozesse einbindet. Als Triple Helix Cluster bezeichnet man ein regionales Netzwerk, in dem Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung miteinander kooperieren, um gemeinsam wirtschaftlichen, sozialen und technologischen Herausforderungen zu begegnen.
Da die teilnehmenden regionalen IT-Cluster unterschiedlich weit entwickelt sind, sollen erfahrenere Cluster die weniger entwickelten Cluster bei deren Aufbau bzw. Weiterentwicklung unterstützen.

„Be Wiser“
Zwölf Partner aus sieben europäischen Ländern arbeiten im Projekt „Be Wiser“ („Building Enterprises – Wireless and Internet Security in European Regions“) zusammen, um Europas Position bei der Markteinführung und dem Ausbau der Wettbewerbsposition im Bereich kabelloser Technologien zu stärken und damit die in der Digitalen Agenda für Europa aufgeführten Herausforderungen zu adressieren. Während der technologische Fokus hier auf der Sicherheit von kabellosen Internettechnologien liegt, besteht die organisatorische Herausforderung analog zu „UPSIDE“ im effizienteren Einsatz von Triple Helix Clustern in regionalen Innovationsprozessen. Auch bei „Be Wiser“ sollen weiter entwickelte Cluster die teilnehmenden Cluster mit niedrigerem Reifegrad bei ihrer Entwicklung unterstützen und damit die grenzüberschreitende Vernetzung von Regionen stärken. Einer der innovativsten Aspekte des Projekts ist die Entwicklung intelligenter Spezialisierungsstrategien in und zwischen den teilnehmenden europäischen Regionen.

Förderung
Die Projekte haben jeweils eine Laufzeit von drei Jahren und werden von der Europäischen Union gefördert, „CentraLab“ seit Mai 2011 im Rahmen des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), „Be Wiser“ und „UPSIDE“ unter dem 7. Forschungsrahmenprogramm der EU im Handlungsfeld Koordinierungs- und Unterstützungsmaßnahmen.

Kontakt/Rückfragen
Tamara Högler
Head of International Affairs, CyberForum
Haid-und-Neu-Straße 18
76131 Karlsruhe
T 0721.602 897-29
F 0721.602 897-99
@ hoegler@cyberforum.de




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