Großer Andrang beim InfoMarkt „Design Thinking“

CyberForum 06.12.2012

Was ist das für ein Arbeitsplatz, an dem kreatives Chaos und ständige Gespräche mit den Kollegen ausdrücklich erwünscht sind? Gespannt verfolgten die rund 150 Teilnehmer des gestrigen InfoMarkt den Vortrag von Ahmet Emre Acar, der beim Aufbau der School of Design Thinking des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts mitgewirkt hat und derzeit als Unternehmensberater in Berlin arbeitet.

Der renommierte Experte machte deutlich: beim Design Thinking heißt „ein Produkt schaffen“ mehr, als nur eine Idee umzusetzen. Vielmehr sollen mit diesem Produkt Wünsche eines Nutzers befriedigt werden, die zuvor ausgiebig und auch vor Ort recherchiert wurden. Eine große Rolle spielt dabei das (Arbeits-)Umfeld des Nutzers und die damit verbundenen Erwartungen und Emotionen. Auf den ersten Blick mögen diese langen Recherchen ineffizient erscheinen, da Manpower und vor allem viel Zeit benötigt wird. Auf der anderen Seite wird durch diese Recherchen ein Produkt hergestellt, das von vornerein besser auf den Nutzer abgestimmt ist und nicht im Nachhinein noch angepasst werden muss. Kernelemente der aus den USA stammenden Methode sind das Brainstorming und die Verwendung von einfachen Prototypen, etwa aus Papier oder Legosteinen.

Der gestrige InfoMarkt im Schalander war der letzte in diesem Jahr und bot wieder ausgiebig Gelegenheit zum Networking, diesmal ganz vorweihnachtlich mit Plätzchen und Glühwein.