Großes Thema bei „Futur-en-Seine“: die smarte Stadt

CyberForum 18.06.2015

Zusammen mit seinen europäischen UPSIDE-Projektpartnern war das CyberForum vergangene Woche beim großen IT-Event „Futur-en-Seine“ vertreten. Futur-en-Seine ist ein „Festival der Innovationen“, welches jährlich im Juni in Paris stattfindet und vom Cluster Cap Digital, einem Partner-Cluster des CyberForum, organisiert wird. Ein buntes Programm, bestehend aus Konferenzen, der Präsentation von innovativen Projekten, Messeständen, Ausstellungen und Festivitäten, lockt jährlich bis zu 80.000 Besucher in die französische Metropole.

In einem 1,5-stündigen Vortragsslot konnten die UPSIDE-Partner ihre aktuellen Smart-City-Projekte und -Initiativen einem sehr interessierten Publikum vorstellen und intensiv diskutieren. Über 60 Teilnehmer waren – trotz frühsommerlichen Ausflugswetters – gekommen, um sich über innovative Konzepte des UPSIDE-Konsortiums zu informieren. Die Vortragsthemen waren breit gefächert und zeigten auf, auf welche Weise verschiedene europäische Städte das Thema „Smart Cities“ aufgreifen. So wurde das Smart City Lab in Tartu (Estland) durch Repräsentanten der Stadt Tartu vorgestellt. Hierbei handelt es sich um ein Projekt, welches den Aufbau eines innovativen Ökosystems intensiv vorantreibt, um die Wettbewerbsfähigkeit lokaler Unternehmen zu stärken, aber auch das urbane Leben lebenswerter zu machen. Vertreter der Stadt Maribor (Slowenien) stellten ihren Ansatz einer Smart City vor, welcher neben diversen lokalen Aktivitäten auch ein einfach zu bedienendes Tool beinhaltet, das Bürgern die Interaktion mit der Verwaltung stark vereinfacht.

Kista Science City und das Interactive Institute (beide aus Stockholm) zeigten auf, wie man mit partizipativen Methoden den – bei städtischen Innovationsprojekten bisher meist stark technologielastigen – Fokus stärker auf Bürger legen und auf diese Weise mehr Nutzen für diese generieren kann. Den Abschluss der Veranstaltung bildete der Vortrag des CyberForum: „Smart Quarter – Ein Leuchtturmprojekt der SmarterCity Karlsruhe“. Er zeigte auf, wie man mit Open-Innovation-Ansätzen die tatsächlichen Bedarfe von Bürgern erfassen und dabei gleichzeitig auch ihre eigenen Ideen zur Problemlösung ermitteln kann. Durch diesen bürgerorientierten Ansatz wird gewährleistet, dass in erster Linie die Herausforderungen angegangen werden, die aus Bürgersicht am dringendsten zu lösen sind.

Insgesamt war die Veranstaltung ein voller Erfolg für alle Beteiligten - nicht nur als Marketing-Plattform für die jeweiligen Städte, sondern auch im Hinblick darauf, dass durch intensive Gespräche mit dem Publikum auch neue Ideen für zukünftige Projekte gewonnen werden konnten.

Über UPSIDE:

Das von der Europäischen Union geförderte Projekt UPSIDE (User-driven Participatory Solutions for Innovation in Digitally-centred Ecosystems, Förderkennzeichen 319962), untersucht die partizipative Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern in Innovationsprozesse von Smart Cities. Das Ziel des Projektes ist - mittels Förderung der Entstehung und Entwicklung von benutzerorientierten Lösungen bei Innovationen im Bereich digital-orientierter Ökosysteme -, wirtschaftliche und gesellschaftliche Vorteile zu generieren.
Weitere Informationen: www.upside-project.eu