GründerView - 9 Fragen an Bastian Karweg von Echobot

CyberForum 05.09.2013

Im "GründerView" stellen wir in regelmäßigen Abständen die StartUps der Region vor. Ihr habt Interesse? Meldet euch einfach unter presse(at)cyberforum.de und nutzt die Chance, euch der Öffentlichkeit auf unkomplizierte Weise zu präsentieren...

Heute im Interview: Bastian Karweg von Echobot!

Euer StartUp in einem Tweet!

@Echobot analysiert Medien, Blogs & Social-Media und hilft Firmen, die Informationsflut zu überblicken und in nutzbare Mehrwerte zu verwandeln

Wer oder was inspirieren dich?

Am meisten inspiriert mich, wenn die Lösungen, Prozesse und Produkte die wir uns erdacht uns selbst zusammengebaut haben für unsere Kunden in der Praxis funktionieren und begeistern – das ist ein tolles Gefühl. Genauso, die schönen Erfolgsmomente mit unserem Team – diese tragen einen dann durch das „tiefe Tal der Tränen“ durch das jedes StartUp regelmäßig durch muss. Weiterhin gibt es viele sehr gut Business-Bücher (z.B. The E-Myth von Michael Gerber) oder motivierende Vorträge und Videos (z.B. dieses)

Welche App darf auf keinem Smartphone fehlen?

Für mich ist das Asana – damit managen wir unsere Todos privat und im Team. Zuletzt richtig begeistert hat mich auch „nextr“, eine App für Nahverkehrs-Verbindungen mit der man besonders in Berlin, München und Co. super rumkommt, wenn man als Startup (noch) kein Taxi fahren will.

Was ist deine Empfehlung für die Mittagspause?

In wechselnden Gruppen im Team essen gehen! Gerade am Anfang waren wir oft so in die Arbeit vertieft, dass wir die Mittagspause haben ausfallen lassen. Doch ein Startup ist ein Marathon, kein Sprint, man muss eine gesunde Balance halten, sonst macht man sich kaputt. Deswegen aufgewacht: „Es wird niemals weniger Arbeit - nur mehr“. Zudem nutzt so ein regelmäßiges „Meeting“ dem konstruktiven Gedankenaustausch und man hat wieder Energie, auch falls es doch mal wieder eine Nachtschicht wird.

Wie und wo kam dir deine Geschäftsidee?

Da sind mehrere Puzzle-Teile ineinander Gefallen: In meiner ersten Firma „PortableGaming“ habe ich schon 2002 erfahren, wie wichtig gute Testberichte und Nutzerbewertungen für die Verkaufszahlen von Konsolenspielen sind. Bei „PresseBox“ haben wir das Prinzip dann rumgedreht und gegen Geld Medien aktiv mit Pressematerial von Firmen versorgt. Als dann das Web 2.0 und später das Social-Web aufkam war klar, dass diese Entwicklungen viele Branchen grundlegend umkrempeln werden, die Firmen für die Veränderungen aber gar nicht gerüstet sind. In meiner Diplomarbeit über das Thema „Social-Search“ habe ich mir international auch sehr viele Tools angeschaut und schnell entschieden „das können wir besser“. Der Teufel steckte zwar im Detail, aber wir haben das sehr gut hinbekommen und mit Echobot ein tolles Produkt gebaut.

Ihr habt zur Zeit interessante Jobs zu vergeben – wen sucht ihr genau?

Zwei Dinge sind in Karlsruhe unglaublich schwer zu finden: Gute Entwickler und gute Vertriebler. Seit unserer Finanzierungsrunde im März sind wir quasi dauerhaft auf der Suche nach beidem. Wir hatten aber auch schon sehr großes Glück und haben gerade in den letzten Monaten verdammt talentierte Kollegen rekrutieren können. Insgesamt vertreten wir eher die Philosophie, den Job auf die Fähigkeiten einer Person auszurichten als umgekehrt. Daher freuen wir uns auch über jede initiative Bewerbung – gerne z.B. auch als Werkstudent neben dem Studium.

Du hast drei Wünsche frei – los geht’s!

  • Weltfrieden ;-)  wobei das im Nahen Osten gerade wirklich nicht schaden würde. Der arabische Frühling ist ja auch so ein Zeichen, dass auch Regierungen nicht oder nur schwer mit den Entwicklungen moderner Kommunikation schritthalten können. Oder aus Angst dann komplett über das Ziel hinaus schießen (siehe PRISM).
  • Gedanken lesen können – unglaublich praktisch, wenn man Leuten etwas verkaufen will.
  • Spaß und Gesundheit – wir verbringen so viel Zeit unseres Lebens mit Arbeiten – wäre doch schade, wenn man später zurückschaut und nicht sagt „verdammt, das war ´ne geile Zeit“.

Dein Rat für jeden Gründer?

Der wichtigste wäre wohl „Constant focus and constant action“: man muss sich immer wieder selbst fragen, ob das, was man grade macht, der beste Nutzen für die eigene Zeit ist. Nicht alles was „dringend“ ist oder „wichtig“ aussieht bringt die Firma weiter. Man muss lernen zu vielen Dingen „Nein“ zu sagen, zu „Delegieren“ und seinen Leuten zu vertrauen, auch wenn es nicht 100% zum gewünschten Ergebnis führt. Ich würde z.B. auch nicht mehr alleine Gründen, einfach weil man sich dann nicht gegenseitig hochziehen und motivieren kann.
Ansonsten ist guter Rat schwierig: Man sollte sich alles Feedback holen, dass man bekommen kann – aber nicht auf alles hören. Man sollte durchhalten und kämpfen – darf aber kein totes Pferd reiten. Man sollte Pareto-effizient arbeiten – aber ohne dabei den eigenen Anspruch aus den Augen zu verlieren. Und am wichtigsten: Machen!

In deiner Playlist läuft gerade … rauf und runter.

Skrillex – komischerweise kann ich mich bei DubStep am besten konzentrieren.

Über Echobot:

Echobot ist ein im März 2011 gegründetes Startup-Unternehmen aus Karlsruhe. Mit ihren Angeboten für Online Medienbeobachtung und Social Media Monitoring sorgen die Mitarbeiter dafür, dass Kunden immer sofort wissen, wenn Sie auf Nachrichtenseiten, Blogs, Foren oder in Meinungen bei Facebook, Twitter und Co. erwähnt worden sind. Unser Suchindex umfasst inzwischen eine Milliarde Artikel aus qualifizierten Quellen. Nach nur zwei Jahren am Markt vertrauen bereits über 300 Kunden aller Branchen und Größen der modernsten Medienbeobachtung am Markt.