GründerView Spezial – 13 Fragen an Tobias Grab von der cynora GmbH

CyberForum 25.10.2013

Im GründerView stellen wir in regelmäßigen Abständen die StartUps der Region vor. Diese Woche haben wir Dr. Tobias Grab von der cynora GmbH etwas ausführlicher befragt. Der Anlass? Am 5.11. findet in Karlsruhe der Hightech.Unternehmer.Kongress. 2013 statt und im Rahmen dessen werden die diesjährigen CyberChampions ausgezeichnet.

Auch der INIT Innovationspreis wird bereits zum zweiten Mal im Rahmen des Kongresses verliehen. Die cynora GmbH wurde 2012 mit diesem Preis ausgezeichnet, der ausgelobt wird für eine Entwicklung oder ein Produkt mit besonders hohem Innovationsgrad. Wir sind gespannt, wer den Preis in diesem Jahr gewinnt und überbrücken die Zeit bis zur Preisverleihung mit den Antworten von Vorjahressieger Tobias Grab.

Euer Unternehmen in einem Tweet!

cynora: „Gedrucktes Licht“ durch neue Materialien und verbesserte Herstellungsverfahren. Mehr auf www.cynora.com

Wer oder was inspirieren dich?

Innovative Produkte und Lösungen sowie die kreativen Köpfe und Umsetzer dahinter – und natürlich Mutter Natur.

Ihr seid Preisträger des INIT Innovationspreises 2012 – was bedeutet so eine Auszeichnung für ein junges Unternehmen?

Wir sind INIT für die Stiftung und dem CyberForum für die erneute Auszeichnung sehr dankbar. Der Preis ist eine große Ehre für uns. Die positive Wahrnehmung und die Verbreitung haben im Vergleich zu unserer vorherigen Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg sogar noch zugenommen.

Welchen Input konntet ihr aus dem Wettbewerb mitnehmen? Welche Türen haben sich für euch geöffnet?

Die Gespräche auf und nach der Preisverleihung waren für mich eine großartige Möglichkeit von erfolgreichen und erfahrenen Unternehmerpersönlichkeiten des CyberForum zu lernen. Mit dem ein oder anderen habe ich auch heute noch Kontakt. Junge Unternehmen hilft dies aus meiner Sicht sehr, von den „Grauhaarigen“ zu lernen; man muss ja nicht jeden Fehler selbst machen.

Am 5.11. wird der INIT Innovationspreis wieder verliehen – ein Tipp an die zukünftigen Preisträger?

Den Erfolg kurz genießen, die Kontakte pflegen und entschlossen weitermachen!

Wie und wo kam dir deine Geschäftsidee?

Wie: Durch Neugierde, Zufall und Naivität – vor allem aber dank meiner kreativen Mitgründer Dr. Thomas Baumann und Michael Bächle.
Wo: Im Labor 101 am Institut für organische Chemie des KIT.

„OLED“ und „Gedruckte Elektronik“ – für Außenstehende klingen eure Produkte zugegebenermaßen etwas kryptisch… Was verbirgt sich dahinter?

OLEDs, also organische Leuchtdioden, sind – das ist weltweit weitestgehend unbestritten – die Zukunftstechnologie für Displays und Licht. Das erfolgreichste Smartphone der Welt (die Samsung S-Serie) hat bereits ein OLED-Display, das in den Bereichen Energieeffizienz und Kontrast bereits herausragend ist und sich stetig verbessert. Zum Glück für die cynora und unsere Technologie macht bereits die nächste Dimension, der OLED-Fernseher, mit den bestehenden Materialien und Produktionsverfahren erhebliche Probleme. Die Chancen stehen ganz gut, dass in Zukunft Lichtquellen, leuchtende Etikette, Solarzellen und eben auch Displays mit cynora-Materialien gedruckt werden können.

Als Vision kann man sich vielleicht vorstellen, dass durch gedruckte Elektronik ein ähnlicher Technologiesprung ausgelöst werden kann, wie es die Kunststoffe als Ersatz für Metall und Holz im 20. Jahrhundert ermöglicht haben. In Zukunft kann jede Oberfläche, ob Hauswand, Tischplatte, Fensterscheibe, Autodach oder Kleidung entweder Energie aufnehmen und speichern oder Informationen und Licht aussenden…

Ein ganz anderes Thema - was ist deine Empfehlung für die Mittagspause?

Das Beste ist wahrscheinlich ein leichtes Essen und ein Spaziergang alleine und ohne Smartphone. Das mache ich aber definitiv zu selten.

Welche App darf auf keinem Smartphone fehlen?

Da bin ich wirklich kein Experte, ich mag „Threema“, eine recht gut verschlüsselte Alternative zu „WhatsApp“. Diese App gibt mir zumindest das Gefühl von halbwegs privater Kommunikation.

Karlsruhe ist für Hightech-Gründer und -Unternehmen…

Ein sehr guter Standort, dank des KIT und des CyberForum.
(Mit weniger Baustellen, einem großen Hightech-Inkubator für junge Firmen und kürzere Rot-Phasen an diversen Ampeln wäre Karlsruhe allerdings noch attraktiver!)

Du hast drei Wünsche frei – los geht’s!

Wahrscheinlich das Übliche: Gesundheit, Weltfrieden und gutes Wetter.

Für die cynora:

  1. Die technologischen Fragezeichen weiter in Ausrufungszeichen zu verwandeln
  2. Ein erfolgreicher  Markteintritt
  3. Ein schöner „Exit“ mit weiterführenden Optionen

Dein Rat für jeden Gründer?

Es einfach zu machen!  Oder nach Master Yoda: „Tu es oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen!“

In deiner Playlist läuft gerade … rauf und runter.

The Shins, Eels, Kalkbrenner, Madsen - und alles was Carlos Kleiber dirigiert hat (leider viel zu wenig).

Über die cynora GmbH:

cynora konzentriert sich auf organische Leuchtdioden (OLEDs), die neue Lichtanwendungen und Displaytechnologien ermöglichen. Vom Design neuer Materialien bis zu Herstellung und Testungen von Licht-Bauteilen deckt cynora das gesamte Spektrum dieser Zukunftsentwicklung ab. cynora ist Eigentümer von über 60 Patentanmeldungen, beschäftigt derzeit 24 Mitarbeiter und wird von erfahrenen Beratern und Wagniskapitalgebern unterstützt.