IKT hat Schlüsselrolle bei der Energiewende

CyberForum 29.04.2013

„smart grids“ – intelligente Stromnetze – war das Schlagwort beim Kongress „Energie+Informatik“  in der IHK, an dem letzten Montag rund 150 Vertreter aus der Wirtschaft, Wissenschaft und Politik teilnahmen. Veranstalter waren die Gesellschaft für Informatik, die landesweite Initiative „smart businessIT“ und die IHK Karlsruhe.

Die Referenten gaben einen Einblick in Szenarien der künftigen Energienutzung und zugleich in neue Geschäftsmodelle: so muss der Energieverbrauch zunehmend steuer- und überprüfbar gemacht werden, etwa durch intelligente Stromzähler: Damit sich z.B. die Waschmaschine flexibel zu verschiedenen Zeiten ein- und ausschaltet und somit gleichzeitig Energie und Kosten gespart werden können.

Nach Expertenmeinung ist hierbei entscheidend, dass Strom- und Datennetze zusammenwachsen, damit Verbrauch und Kosten besser ausgewertet werden können. Möglich wären Haushaltsgeräte, die den Nutzer über ihren Zustand informieren und im „Internet der Dinge“ auch untereinander kommunizieren können. Dezentrale Cloud-Systeme wären hierfür eine Lösung. Auch „virtuelle Kraftwerke“ waren ein Thema.

Doch mit den neuen Chancen für IKT-Unternehmen wachsen auch die Herausforderungen – wie der Umgang mit Big Data: durch die digitale Steuerung von Energien entstehen riesige Datenmengen, die transportiert, verwertet und verwaltet werden müssen. Eine große Rolle spielt dabei auch die IT-Sicherheit: die Energiesysteme müssen vor externen Eingriffen geschützt werden.

„Der Kongress hat nochmal deutlich gemacht, dass wir in der Energie-Informatik in Baden-Württemberg hervorragend aufgestellt sind“, sagt Gennadi Schermann, Projektleiter von smart businessIT. „Einerseits haben wir eine starke IT-Wirtschaft, zum anderen ausgezeichnete Forschungseinrichtungen im Bereich Energie.“

Die Botschaft beim Kongress „Energie + Informatik“ war klar: neue Energietechnologien können nur gemeinschaftlich erarbeitet werden – von der Wirtschaft, der Forschung und der Politik.

Deshalb hat sich smart businessIT den Kongress auch auf die Fahne geschrieben. Als vom Landesministerium geförderte IT-Initiative ist es ihr Ziel, ein solches landesweites Netzwerk aufzubauen.