Karlsruhe ist „Stadt der jungen Forscher 2012“

Stadt Karlsruhe 30.05.2011

Karlsruhe ist „Stadt der jungen Forscher 2012“. Beim Finale in Kiel setzte sich die Karlsruher Delegation um Oberbürgermeister Heinz Fenrich mit dem Konzept „Kommunikation@Karlsruhe“ gegen die Konkurrenten Magdeburg und Braunschweig durch. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von bis zu 65.000 Euro dotiert. Insgesamt hatten sich sechs Städte um den Titel beworben.
„Für den Wissenschaftsstandort Karlsruhe ist der Titelgewinn Chance und Verpflichtung“, unterstrich OB Fenrich in seiner Dankesrede in Kiel. „Wir erhalten einerseits Gelegenheit, nationale Aufmerksamkeit auf unsere Rolle und unsere Kompetenzen in den sogenannten MINT-Bereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu lenken. Und wir nehmen gleichzeitig die Verpflichtung sehr ernst, die Fachkräfte von morgen an der  Gestaltung der Zukunft intensiv zu beteiligen. Dies verdanken wir auch den starken Netzwerken aus exzellenten Partnern in unserer Stadt und unserer Region“, betonte Fenrich mit Blick auf die Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen, vor allem auch die Pädagogische Hochschule und die Schulen, die sich in die Bewerbung eingebracht hatten. „Damit ist es erstmals gelungen, die Auszeichnung „Stadt der jungen Forscher“ in den Süden Deutschlands zu holen“, freute sich das Karlsruher Stadtoberhaupt.
Die Karlsruher Bewerbung um die „Stadt der jungen Forscher 2012“ wurde federführend von der Stadtmarketing Karlsruhe GmbH koordiniert. An der Konzeption beteiligt waren zudem mehr als 30 Partner aus Wissenschaft, Hochschulen und weiteren Einrichtungen. Unterstützt wurde Karlsruhe in diesem Jahr zudem von Schülerinnen und Schülern zwischen 12 und 16 Jahren, die in einer Zukunftswerkstatt Ideen und Projekte zum Thema „Kommunikation und IT-Kompetenz“ entwickelten.

„Wir haben einen ganz besonderen Ansatz gewählt und in unserem Konzept die Jugendlichen von Anfang an in den Mittelpunkt gestellt“, erläuterte Norbert Käthler, Geschäftsführer der Stadtmarketing Karlsruhe GmbH. „Gemeinsam mit unseren Partnern aus Schulen, Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen haben wir sowohl eine innovative Idee als auch ein schlüssiges Konzept entwickelt und damit die Jury überzeugt.“

Bereits kurz nach Verkündung des Titelgewinns gingen bei der Karlsruher Delegation in Kiel zahlreiche Glückwünsche zum Sieg ein, darunter auch von der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wissenschaft: „Ich gratuliere der Stadt Karlsruhe zu dieser besonderen Auszeichnung, die ich als Bestätigung für das attraktive Angebot für junge Menschen und für die gute Netzwerkarbeit in der Region sehe“, so Rektor Prof. Dr. Karl-Heinz Meisel. „Die Hochschule ist stolz darauf, Partner der ‚Jungen Forscher‘ zu sein.“

Mit den Fördermitteln will Karlsruhe nun neue Schul-Wissenschafts-Projekte für Schülerinnen und Schüler anstoßen und das Thema, die Projekte und die jungen Forscher in öffentlich wahrgenommenen Veranstaltungen in den Mittelpunkt stellen. Die Stiftungen organisieren zeitgleich eine Tagung, die dem Erfahrungsaustausch von Projektmachern aus Schule, Hochschule und Kommunen und der Vernetzung von Lehrkräften, Wissenschaftlern sowie Fachleuten aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft dient. Bundesweit besonders gelungene Praxisbeispiele werden präsentiert, Erfolgsmodelle und Stolpersteine der Projektpraxis in Workshops vertieft und aktuelle bildungspolitische Herausforderungen mit Praktikern und Entscheidungsträgern diskutiert.

Die Körber-Stiftung, die Robert Bosch Stiftung und die Deutsche Telekom Stiftung küren jährlich die »Stadt der jungen Forscher«. Die Stiftungen wollen mit der Initiative die kommunale Vernetzung von Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft fördern, den wissenschaftlichen Nachwuchs von morgen begeistern sowie Schule und Hochschule Impulse für ihre Praxis geben. Prämiert werden Städte mit einem Preisgeld von bis zu 65.000 Euro, die sich vorbildlich dafür einsetzen, junge Menschen für Wissenschaft zu begeistern.