„Karlsruher Forum für Cybersicherheit“ zeigt hohe Kompetenz der Region in der IT-Security

CyberForum 06.05.2014

Karlsruhe, 05. Mai 2014. Wie können sich Bürgerinnen und Bürger besser gegen Kriminalität im Internet schützen? Wie sind hier Politik und Präventionsarbeit gefordert? Antworten gibt das erste „Karlsruher Forum für Cybersicherheit“, ausgerichtet von der Stadt Karlsruhe in Kooperation mit dem CyberForum e. V. Die zweitägige Veranstaltung findet im Rahmen des 19. Deutschen Präventionstages am 12. und 13. Mai in der Schwarzwaldhalle (Kongresszentrum) in Karlsruhe statt. Auf der Agenda stehen Vorträge rund um die Themen Datenschutz, Mobbing im Internet und Kriminalprävention.

Karlsruhe ist ein idealer Standort für das Thema Cybersicherheit. In der TechnologieRegion sind über 4.200 IT-Unternehmen sowie das CyberForum ansässig, das mit über 1.000 Mitgliedern größte regional aktive und führende IT-Netzwerk Europas. Ein Beleg für die starke IKT-Wirtschaft ist auch, dass die Karlsruher Firmen von der EU-Kommission kürzlich für ihre europaweit höchsten Forschungsaktivitäten mit einem ersten Platz ausgezeichnet wurden.

Gerade auch im Bereich IT-Sicherheit zeichnet sich Karlsruhe durch exzellente Forschung aus, mit Institutionen wie dem Fraunhofer IOSB, dem FZI Forschungszentrum Informatik und dem Kompetenzzentrum für angewandte Sicherheitstechnologie (KASTEL) mit Sitz am Karlsruher Institut für Technologie. Das KASTEL ist eines von deutschlandweit drei Forschungszentren für Cybersicherheit, die vom Bundesforschungsministerium 2011 initiiert wurden. Ein zentraler Akteur in der IT-Security ist auch die Karlsruher IT-Sicherheitsinitiative – die Special Interest Group des CyberForum bietet Plattformen zum Austausch und Wissenstransfer.

Diesen umfassenden Sachverstand möchte Karlsruhe auch in den 19. Deutschen Präventionstag – den größten europäischen Kongress für Kriminalprävention – einbringen, der am 12. und 13. Mai im Kongresszentrum Karlsruhe stattfindet. Die Stadt veranstaltet deshalb an diesen beiden Tagen in der Schwarzwaldhalle in Kooperation mit dem CyberForum e. V. erstmalig das „Karlsruher Forum für Cybersicherheit“.

Hier geben namhafte Referentinnen und Referenten, darunter Melissa Hathaway vom Belfer Center for Science and International Affairs (Harvard, USA), einen Einblick in Themen wie Cybersicherheit, Cybermobbing oder Datenschutz. Melissa Hathaways Untersuchungen trugen dazu bei, dass Präsident Obama Computer- und Netzwerksicherheit zu einem der Schwerpunkte der Regierungsarbeit erklärte. Vortragende aus Karlsruhe kommen beim Forum für Cybersicherheit vom Fraunhofer Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, vom KIT, von der Karlsruher IT-Sicherheitsinitiative (KA-IT-Si), vom CyberForum e. V. und vom Bündnis gegen Cybermobbing e. V.

„Cybersicherheit ist ein Thema, das aktueller gar nicht sein kann, und Karlsruhe kann durch das Forum für Cybersicherheit seine Expertise auf diesem Gebiet unter Beweis stellen“, ist Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup davon überzeugt, dass das zweitägige Forum auch viele Nichtfachbesucher und -besucherinnen in die Schwarzwaldhalle locken wird. Denn Cybersicherheit geht alle an, die im Netz unterwegs sind.

David Hermanns, Geschäftsführer des CyberForum e. V. und Schirmherr der Veranstaltung, betont: „Wir wollen keine technikfeindliche Stimmung erzeugen, denn das Internet ist und bleibt das Herzstück unserer digital vernetzten Gesellschaft. Entscheidend ist ein verantwortungsvoller Umgang mit eigenen und fremden Daten und die Bereitschaft, bestehende Schutzmechanismen so weit wie möglich anzuwenden.“

Das Programm des Karlsruher Forums für Cybersicherheit greift viele Aspekte rund um die Sicherheit im Internet auf. So zeigen am 12. Mai Mitarbeiter der Karlsruher IT-Sicherheitsinitiative einen WLAN-Hack und Uwe Leest vom Bündnis gegen Cybermobbing aus Karlsruhe beschäftigt sich in seinem Vortrag mit der Frage, was Sprache über Täter und Opfer verrät.

Am 13. Mai stellt darüber hinaus die niedersächsische Landesmedienanstalt eine Selbstschutzplattform von Jugendlichen für Jugendliche vor und Innocence in Danger e. V. aus Berlin informiert über „Online-Kinderschutz im Zeitalter des digitalen Exhibitionismus“. Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Cybercrime“ stellt das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen neue Ansätze in der Prävention vor und Stephan Kessler von der KIT-Fakultät für Informatik referiert über „Datenschutz bei notwendigen Veröffentlichungen privater Daten mit Beispielen aus dem Gesundheits- und Energiebereich“.

Den Eröffnungsvortrag des Karlsruher Forums für Cybersicherheit hält Jörg Ziercke, Präsident des Bundeskriminalamts, zum Thema „Cyberkriminalität – Die Schattenseiten der digitalen Gesellschaft“. Insgesamt stehen beim Karlsruher Forum für Cybersicherheit am 12. und 13. Mai zwölf Vorträge auf dem Programm, am Montag, 12. Mai, von 14 bis 18 Uhr, und am Dienstag, 13. Mai, von 9 bis 15 Uhr. Den Abschlussvortrag in englischer Sprache hält am Dienstag, 13. Mai, um 14 Uhr Melissa Hathaway über „Die strategische Bedeutung von Cybersicherheit“.

Moderator des Forums ist Markus Brock. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Weitere Informationen zum Karlsruher Forum für Cybersicherheit stehen unter www.karlsruhe.de/dpt zur Verfügung.