Marktnische oder Nischenmarkt? Intensiv-Beratung hilft Gründerteams

CyberForum 11.12.2015
Das GründerTeam von otego energy
Die Gründer von otego energy um Frederick Lessmann (2.v.l.) - Bild: otego energy.

Geld ausgeben für einen Berater mit „richtigen“ Stundensätzen? Und das bei einem Gründerteam, das zu Beginn ganz andere Themen auf dem Schirm hat und sicherlich kein Geld auszugeben hat? Ja, wenn der Bedarf für kompetente Beratung nach der Anfangsphase da ist und es Berater gibt, deren Leistung so gefördert wird, dass man nur 20% Eigenanteil zahlen muss.

Seit Anfang 2015 gibt es den Karlsruher EXI Gründungsgutschein, der neben der kostenfreien Kompaktberatung (von ca. 5 Stunden) im CyberForum für Gründungswillige mit konkreter Idee noch die Option beinhaltet, eine zu 80% geförderte Intensivberatung anzuhängen.

Die ersten Fragestellungen lauten häufig „wie vermarkte ich mein Produkt?“, „gibt es einen Markt dafür?“, „welche Fehler sollte ich vermeiden?“ und „wo finde ich passende Teampartner?“. Wer diese Punkte erfolgreich bewältigt hat bzw. die Notwendigkeit erkannt hat, dass sie als Themen bearbeitet werden müssen, kann eine Intensiv-Beratung in Anspruch nehmen, in der konkrete operative Aufgaben bearbeitet werden. So kann z.B. ein Markt auf sein Potenzial untersucht, die Vertriebsstrategie gemeinsam entwickelt oder die nächste Finanzierungsrunde geplant  werden.

Frederick Lessmann hat sehr bald nach der Kompaktberatung mit seinem Berater Holger Brée im Rahmen der Intensivberatung die Themen bearbeitet, die bei nach Gründung von otego Energy anstanden. Im Interview berichtet er über seine Erfahrungen.

CyberForum: Wie seid ihr auf EXI-Intensiv aufmerksam geworden?

Frederick Lessmann: Wir waren im upCAT (das KIT Accelerator-Programm), danach wurden im Rahmen des upCAT-Nachtreffens die EXI-Gründungsgutscheine durch Corinna vorgestellt.

Bei welchen Themen hat euch euer Berater unterstützt?

Er hat uns bei der Erstellung von Markteintrittsszenarien unterstützt sowie den Kontakt zu relevanten Unternehmen in seinem Netzwerk hergestellt. Darüber hinaus haben wir gemeinsam ein Prozessmodell für das Business Development entwickelt.

Wie sah ein "typischer Tag“ mit dem Berater aus?

Es gab keine regelmäßigen Abläufe oder ganze Tage, wir haben uns vorab per Telefon und E-Mail zu Inhalten abgestimmt, um dann die Zwischenergebnisse während etwa 2-stündigen Terminen zu besprechen. Wir kannten allerdings bereits unseren Berater vorher, d.h. ein Workshop zu Beginn der Beratung konnte wegfallen.

Welche Details sind in den Vordergrund gerückt, die ihr vorher nicht auf dem Schirm hattet?

Die Fragmentierung des Marktes war uns bis dato nicht in dieser Weise bewusst. D.h. wir haben uns ein Segment vorgenommen, das wir so noch nicht kannten, im Hinblick darauf, welche Kunden man angehen könnte. Um dann festzustellen, dass es sehr unterschiedliche Marktsegmente gibt - und eine Nische für uns.

Seid ihr in eurer Einschätzung zur Gründungsidee bestätigt worden?

Absolut, allerdings hatten wir die Bestätigung schon vor der EXI-Beratung. Der Markt war klar, jetzt ging es vielmehr darum, ein strukturiertes Vorgehen zu entwickeln.

Gab es Überraschungen, die euer Vorhaben nochmals in eine andere Richtung gelenkt haben?

Nein, eigentlich nicht.

Sollte die EXI-Beratung deiner Meinung nach noch durch weitere Beratungsangebote ergänzt oder abgerundet werden?

Da der Berater relativ frei gewählt werden kann, bzw. man auch einen bereits bekannten Berater mit in das Programm einbinden kann, den man schon kennt, sind thematisch aus unserer Sicht kaum Grenzen gesetzt. Wir waren erstaunt festzustellen, wie schnell 30 Stunden aufgebraucht sind.

Wie hat die Intensiv-Beratung euch als Team weiter gebracht?

Weniger das Team, als vielmehr in dem spezifischen Themenbereich, den er unterstützt hat. Im Wesentlichen war das mein Bereich, also das Business Development.

Vielen Dank!


Weitere Informationen zum Karlsruher EXI-Gründungsgutschein oder bei Bettina Schmied.

Bild: otego energy