Neuer Trend: Wandern

Mitglieder 05.09.2017 Techniker Krankenkasse

Wandern ein Seniorenhobby? Von wegen! Auch immer mehr junge Menschen genießen es, dem Alltag den Rücken zu kehren und die Natur zu erleben - fernab von Hektik, Lärm und Handyempfang. Und gesund ist der Ausflug ins Grüne auch noch.

Den Job für einige Stunden hinter sich lassen und stattdessen die Ruhe genießen, frische Luft atmen und die Natur beobachten - für viele Menschen ist der Mini-Ausstieg aus dem Alltag Erholung pur. Spätestens seit den Wanderbüchern von Manuel Andrack und Hape Kerkeling entdecken immer mehr Menschen das Wandern für sich. Und dabei handelt es sich nicht um Senioren. Ganz im Gegenteil: Vor allem junge, moderne Stadtmenschen schnüren regelmäßig die Wanderschuhe, um zu entspannen. Kein Notebook, kein Smartphone - nur Natur pur.

Auch die Outdoor- und Tourismusindustrie passt sich den neuen Wanderern an. In den Großstädten gibt es mittlerweile zahlreiche Fachgeschäfte. Und im Allgäu bietet die erste Hütte nur vegetarische Kost an - am Wochenende sogar auch vegane und glutenfreie Speisen.

Wandern ist gesund

Den meisten Menschen geht es beim Wandern nicht vorrangig darum, die eigene Fitness zu verbessern. Das ist oft nur ein schöner Nebeneffekt. Dabei ist Wandern ein richtiger Ausdauersport - so wie Radfahren, Schwimmen und Joggen. Zwar ist die Intensität geringer, die Effekte sind trotzdem nicht zu verachten. Wer regelmäßig wandert, stärkt sein Herz-Kreislauf-System, stabilisiert seine Knochen, Sehnen und Bänder und verbrennt nebenbei noch etwa 320 kcal pro Stunde.

Und auch die Psyche profitiert vom Wandern. Wissenschaftler der Stanford University haben zum Beispiel herausgefunden, dass ein Spaziergang in der Natur die Laune hebt, Ängste nimmt und das Gedächtnis verbessert.

Wann wird aus einem Spaziergang eine Wanderung?

Es gibt keine allgemeingültige Definition für Wandern. Laut Deutschem Wanderverband hebt sich eine Wanderung in folgenden Punkten von einem Spaziergang ab: Sie dauert in der Regel länger und die Strecke ist weiter. Außerdem bedarf sie einer - zumindest kurzen - Vorbereitung und einer Ausrüstung (zum Beispiel Verpflegung und wettergerechter Kleidung). Noch viel entscheidender ist aber das Motiv: Wir gehen wandern, um in der Natur zu sein oder um uns einer körperlichen Herausforderung zu stellen. Bei einem Spaziergang geht es meist darum, sich die Füße zu vertreten und frische Luft zu schnappen. Doch was ist mit einem Wanderer, der auf eine Aufrüstung verzichtet? Oder einem Menschen, der mehrere Stunden spazieren geht? Die Übergänge sind fließend und daher ist die Definition eher eine grobe Orientierung.

Wandern: Tipps für Anfänger

Wandern ist gesund und eine willkommene Auszeit vom Alltag. Sie wollen es auch einmal ausprobieren? Dann stürzen Sie sich nicht gleich ins Gebirge, sondern fangen Sie auf einfachen Wegen an.

◾Wählen Sie eine Strecke aus, die Ihrer Fitness entspricht. Dafür muss es nicht in die Ferne gehen. In Deutschland gibt es etwa 200.000 Kilometer Wanderwege - mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Die Belastung ist genau richtig, wenn Sie sich beim Wandern noch gut unterhalten können. Schwitzen ist in Ordnung.

◾Multifunktionshose, GPS-Uhr, Satellitentelefon - für den Profi-Wanderer sind das Must-haves, als Anfänger braucht man (noch) nicht viel Ausrüstung. Gut passende Wanderschuhe (lassen Sie sich im Fachgeschäft beraten) und bequeme Kleidung reichen in der Regel aus.

◾Sie sind mehrere Stunden unterwegs? Dann nehmen Sie etwas zu trinken und zu essen mit oder planen Sie einen Halt bei einer Hütte ein.