Online-Handel boomt – bald auch grenzüberschreitend?

CyberForum 24.10.2013

Eine Pressemitteilung von "IT2Rhine 2020"

Ein paar Mausklicks und schon kann sich der deutsche Feinschmecker französische Delikatessen in Webshops im Nachbarland anschauen. Keine Frage, beim Einkaufsbummel durch die Online-Shops der europäischen Nachbarn entdeckt man rare Spezialitäten oder Produkte, die im anderen Land
einfach viel günstiger sind. Außerdem ist das Einkaufen im Netz bequem und schnell. Doch obwohl gerade in Grenzregionen die Menschen mit Begeisterung ins Nachbarland auf Shoppingtour gehen, und obwohl bereits fast jeder zweite EU-Bürger regelmäßig online Waren im eigenen Land kauft, füllen nur elf Prozent ihren virtuellen Warenkorb im europäischen Ausland. Woran das liegt? Zum Teil gibt es handfeste Hindernisse, etwa erschwerte Lieferbedingungen oder sogar die Weigerung, Waren ins Ausland zu liefern. Oft herrscht aber auch eine eher subjektive Unsicherheit, etwa wenn sie mit der fremden Sprache, den kulturellen Eigenheiten und der rechtlichen Lage nicht vertraut sind.

Woher die Hemmungen in der Oberrhein-Region genau kommen, den elektronischen Geschäftsverkehr grenzüberschreitend zu nutzen und ihn weiter auszugestalten, hat jetzt die „Studie zu den Merkmalen und Möglichkeiten des Online-Handels am Oberrhein“ untersucht. Zugleich zeigt sie, wo wichtige Potenziale für Unternehmen und Verbraucher liegen. Die Studie wurde im Rahmen des INTEREG-Projekts „IT2Rhine 2020 E-Commerce“ durchgeführt, das es sich zum Ziel gesetzt hat, die Grenzregion wirtschaftlich und technologisch zu fördern und zu verbinden. Damit folgt das Projekt dem Aktionsplan der EU-Kommission, die den digitalen Binnenmarkt stärken will. Konkret bedeutet das: Bis 2015 soll der grenzüberschreitende Online-Handel in der EU verdoppelt werden.

Das Projekt „IT2Rhine 2020 E-Commerce“ verfolgt dabei einen Ansatz, der so gut wie alle Akteure des E-Commerce am Oberrhein einbezieht, von IKT-Anbietern und Entwicklern von Webseiten über Betreiber von Online-Shops bis zu den Verbrauchern. Denn ein grenzüberschreitender, gut vernetzter E-Commerce am Oberrhein hat nicht nur Vorteile für das Verhältnis zwischen Käufern und Verkäufern, sondern kann sich auch besonders positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken.

Die Studie kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:
http://www.it2rhine2020.eu/de/e-commerce/studie

Bei Presseanfragen wenden Sie sich bitte an:
Projektkoordination :

ADEC
37, rue d’Engwiller, 67350 La Walck, France
Frau Catherine Ledig
Frau Alison Garnier-Rivers
Tel.: +33 3 69 20 29 10, Fax: +33 3 69 20 29 19


Das INTERREG-Projekt „IT2Rhine 2020 E-Commerce“ wird von der ADEC koordiniert. Partner sind die CCI region Alsace, die IHK ZETIS GmbH, die IHK Südlicher Oberrhein, das Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz e.V., die Fakultät für Recht, Politikwissenschaft und Betriebswirtschaft der Universität Straßburg und mehrere auf IKT spezialisierte Netzwerke für Unternehmen (Rhénatic, CyberForum, bwcon südwest, IT Forum Rhein-Neckar).