Wie sind Unternehmens- und Marketingherausforderungen spielend lösbar?

CyberForum 08.10.2013

SmarterCity Karlsruhe, im Oktober 2013 – Business Play (kurz: bizplay), das erste Symposium für Gamification im Geschäfts- und Unternehmenskontext, ging nach der Premiere im letzten Jahr am 1. und 2. Oktober 2013 in die zweite Runde. Über 100 Fachbesucher aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten und analysierten mit internationalen Branchenexperten aus den USA, Australien und Europa im Rahmen des 2-tägigen Symposiums in Vorträgen, Gesprächen und Workshops, wie Unternehmens- und Marketingherausforderungen spielend zu lösen sind. Besondere Themenschwerpunkte bildeten Fragestellungen um Unternehmensorganisation und -Innovation, Marketing, Gesundheit, Banking und Finance sowie TV und Transmediale Formate.

„Marketing is a game. Play it.“, so lautete die Forderung von Amir Kassaei. Der Chief Creative Officer von DDB Worldwide ist überzeugt: „Wenn man neu, innovativ und mutig sein möchte, dann muss man Dinge ausprobieren. Man muss die falschen Dinge tun und Branding und Marketing wie ein Spiel behandeln.“ Auch Maarten Molenaar, Manager, Gamification Hub, Rabobank, experimentiert mit Spielerfolgsprinzipien. Er zeigte ein Gamification-Projekt am Praxisbeispiel der Rabobank, die in über 48 Ländern mit fast 60.000 Mitarbeitern aktiv ist. Molenaar ist sich sicher, dass Arbeit wirklich Spaß machen kann und weiß, dass Gamification dazu beiträgt: „Das Geheimnis erfolgreicher Gamification ist die Erkenntnis, dass positive Emotionen das bestmögliche zu erreichende Ziel sind!“

In verschiedenen Workshopformaten konnten sich die Teilnehmer zu den Themenschwerpunkten Gameful Enterprise, Gameful Health & Quantified Self und Gameful TV & Transmedia austauschen. Unter den Workshopleitern waren Marigo Raftopoulos, GEElab Australia / Games for Change Australia-New Zealand (Australien), Sven Krome, GEElab Europe (Deutschland) sowie Oliver Passek, Mitglied des ZDF-Fernsehrats (Deutschland) und Andreas Garbe (ZDF).

"Mit bizplay wollen wir die Kreativbranche und die High-Tech-Industrie zusammenbringen, um neue Anwendungsfelder im Bereich Gamification zu diskutieren und neue Netzwerke zu knüpfen; beides ist bei der Veranstaltung in Karlsruhe in sehr guter Weise gelungen“, freut sich Mitveranstalter Dirk Metzger vom K3-Büro über die starke Resonanz und die positiven Rückmeldungen auf das Symposiumsformat rund um den Einsatz von Spielemechanismen im Unternehmensumfeld.

"Gamification im Business-Kontext ist ein äußerst spannender Ansatz, um durch Games-Elemente zum Beispiel Routineaufgaben attraktiver zu machen“, so David Hermanns, Geschäftsführer des Mitveranstalters CyberForum. „Im privaten Bereich wird das Gameful-Thinking ja schon ausgiebig genutzt, etwa wenn man durch eine Fitness-App zum täglichen Joggen motiviert wird. Die bizplay hat uns gezeigt, wie sich spieltypische Elemente auch in den Arbeitsalltag integrieren lassen.“

bizplay-Gründer und -Kurator Assoc. Prof. Dr. Steffen P. Walz (Direktor, Games & Experimental Entertainment Laboratory (GEElab), RMIT University Melbourne) möchte auch weiterhin den Wissensaustausch und die Vernetzung von Unternehmensverantwortlichen mit Gamification-Experten aus Medien, Wissenschaft, Technologie und angewandter Forschung fördern. So sind die Vorbereitungen für die bizplay 2014 bereits gestartet, denn auch hier gilt: nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

Über bizplay
Wie keine andere Veranstaltung im deutschsprachigen Raum deckt bizplay das gesamte Themenspektrum Gamification im Business-Kontext ab und bietet eine einzigartige Plattform für Interessierte aus Wirtschaft, Medien und Kultur sowie Wissenschaft und Forschung. Um einen intensiven Austausch in den Forumsformaten zu ermöglichen, ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Das spezielle Angebot „bizplay for starters“ ermöglicht 20 Start-ups eine kostenfreie Teilnahme. Weitere Informationen unter: www.bizplay.org und www.twitter.com/biz_play

Über die Organisatoren
Business Play 2013 ist eine in Kooperation zwischen dem GEElab Europe der australischen RMIT University, K³ – Kultur- und Kreativwirtschaftsbüro Karlsruhe und der CyberForum Service GmbH. Es wird von der KMK Karlsruhe und kr3m.media GmbH unterstützt: Das australisch-deutsche GEElab (Games & Experimental Entertainment Laboratory) der RMIT University mit Sitz in Melbourne und in Karlsruhe beschäftigt sich mit der Frage, wie Game Design und Game-Elemente außerhalb klassischen Entertainments eingesetzt werden können. www.geelab.rmit.edu.au/projects // Das K³ – Kultur- und Kreativwirtschaftsbüro Karlsruhe ist erste Anlaufstelle für die Kreativbranchen in Karlsruhe. Es ist eine gemeinsame Einrichtung des Kulturamtes und der Wirtschaftsförderung Karlsruhe. Mit mehr als 15.000 Erwerbstätigen ist Karlsruhe eines der Kreativzentren im Südwesten. www.k3-karlsruhe.de // Das CyberForum ist mit mehr 1.000 Mitgliedern das größte regionale Hightech.Unternehmer.Netzwerk. Deutschlands. Vom Start-up, über erfolgreiche Unternehmen bis hin zu Forschungseinrichtungen und Universitäten sind dort alle vernetzt. Die Mitglieder repräsentieren mehr als 22.000 Arbeitsplätze.