SEO-Tools: Bei Google auf Seite 1

Mitglieder 21.06.2019 SEO-Turtles - Die SEO Agentur

Einer der bekanntesten Witze unter Online-Marketern geht folgendermaßen: „Wo versteckt man am besten eine Leiche? Antwort: Auf Seite zwei bei Google.“

Obwohl kräftig überzogen, bringt es den Kern aller Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung (SEO) auf den Punkt: Die eigenen Seiten so zu optimieren, dass man in den Google-Suchergebnissen in den vorderen Platzierungen zu finden ist, bestenfalls natürlich auf Seite eins. Wenn man aber kein professioneller SEO ist (und sich einen solchen auch nicht leisten kann), führt meist kein Weg an einem SEO-Tool vorbei. Die wichtigsten Kriterien, die man bei der Auswahl eines solchen Programmes berücksichtigen sollte, haben wir euch hier zusammengefasst.

Viele Anbieter von SEO-Tools, wie z.B. XOVI oder Seobility, konkurrieren inzwischen um die Gunst von Website-Betreibern, was die Wahl des passenden SEO-Tools nicht einfacher macht. Deshalb solltet ihr euch vor dem Kauf unbedingt überlegen, welche Anforderungen ihr habt. Was natürlich auch davon abhängt, welche Art von Business (Online-Shop, News-Seite, Content-Portal) ihr betreibt. Denn das entscheidet, ob ihr z.B. verstärkt Keyword-Recherchen durchführen, Backlink-Analysen erstellen, die Onpage-Struktur der Seite verbessern oder eure Social-Media-Aktivitäten überwachen wollt.

Zwar gibt es unter den Herstellern von SEO-Software auch die „Allrounder“, aber die meisten Programme haben bestimmte Bereiche, für die sie sich besonders eignen. Oft hilft für den ersten Eindruck ein Vergleich mehrerer SEO-Tools, um deren Stärken und Schwächen schnell bewerten zu können.

Besonders Augenmerk bei der Auswahl solltet ihr auf folgende Bereiche und Funktionalitäten legen:

Keyword-Recherche bzw. wonach suchen die Kunden

Zu wissen, wonach potenzielle Kunden suchen, ist essentiell für Website-Betreiber. Denn nur dann lassen sich darauf abgestimmte Angebote erstellen. Deshalb müssen Keywords identifiziert werden, nach denen die Zielgruppe sucht. Das entsprechende Instrument dafür ist die Keyword-Recherche. Neben wichtigen Keywords für die eigene Content-Erstellung liefert sie auch Informationen zum Suchvolumen, der Wettbewerbsdichte oder dem SEO-Schwierigkeitsgrad für einzelne Keywords. Bei der Wahl der passenden SEO-Software solltet ihr außerdem darauf achten, wie viele Recherchen möglich sind und ob die verfügbaren Sprachen zu euren Zielmärkten passen.

Ranking-Analyse bzw. wo steht die eigene Website

Sind die passenden Keywords gefunden und der entsprechende Content erstellt, müssen die erreichten Google-Rankings kontinuierlich überwacht werden. Denn in die Top-Platzierungen habt ihr viel Zeit und Geld investiert. Nun gilt es, diese zu verteidigen bzw. durch entsprechender Optimierungsmaßnahmen weiter zu verbessern. Deshalb sollte das SEO-Tool über eine Ranking-Analyse verfügen, mit der:

  • ausreichend eigene Keywords überwacht werden können,
  • die über eine entsprechend große Keyword-Datenbank verfügt und
  • die auch Analysen über die Keywords wichtiger Konkurrenten zulässt.

Einige Tools bieten sogar eine Ranking-Analyse in Echtzeit und ermöglichen die Abfrage von lokalen Rankings.

Onpage-Analyse: Den technischen Seitenaufbau optimieren

Werden Websites technisch verbessert bzw. wird die Qualität inhaltlicher Aspekte der Seite erhöht, spricht man von der Onpage-Optimierung. Es handelt sich dabei um alle SEO-Maßnahmen, die direkt an der Seite durchgeführt werden. Um den Erfolg dieser Maßnahmen zu messen, sollte das SEO-Tool deshalb über eine Onpage-Analyse verfügen. Wichtige Kriterien sind hier z.B. die Möglichkeit, URLs bzw. deren (interne und externe) Struktur, verwendete Ankertexte oder Ladezeiten zu analysieren. Gute Tools verfügen außerdem über eine Einzelseiten-Analyse und die Möglichkeit, gerendertes JavaScript in die Auswertung einzubeziehen.

Bei der Auswahl der passenden SEO-Software solltet ihr außerdem darauf achten, dass ausreichend URLs analysierbar sind. Die meisten Anbieter bieten ihre Tools zudem mehrsprachig an.

Content- und Textoptimierung: Content bleibt weiter King

Qualitativ hochwertiger Content ist und bleibt einer der wichtigsten Komponenten, um in den Google-Suchergebnisseiten relevant zu sein, d.h. auch gefunden zu werden. Denn Google misst, wie sich der User nach dem Besuch der Seite verhält und stuft eine Seite anhand des Nutzerverhaltens als mehr oder weniger relevant ein. Deshalb sollte es euer Ziel sein, den Nutzer so lange wie möglich auf eurer Seite zu halten und zu entsprechenden weiteren Aktionen zu bewegen. Und der Schlüssel dazu ist hochwertiger Content, der sich an den Nutzer richtet.

Bereits bei der Contenterstellung helfen hier viele SEO-Tools. Sei es, um die passende Keyworddichte zu bestimmen oder durch eine WDF*IDF-Textanalyse die Relevanz eines Keywords im Text zu erhöhen. Auch Lesbarkeits-Analysen auf Basis eines mathematischen Verfahrens oder ein integrierter Text-Editor mit Live-Analyse gehören inzwischen zum Standard verschiedener SEO-Tools. Spielt der Content auf eurer Website eine große Rolle, solltet ihr bei der Wahl des passenden SEO-Tools großen Wert auf die entsprechenden Funktionalitäten legen.

Backlink-Analyse: Gutes von Schlechtem unterscheiden

Verweisende Links von anderen Websites, die sogenannten Backlinks, sind für den Google-Algorithmus ein weiterer wichtiger Indikator für die Relevanz einer Seite. Denn, so die Google-Annahme, je mehr andere Seiten auf eine spezielle Seite verlinken, desto relevanter muss dieser Inhalt offenbar sein. Anders, als noch vor einigen Jahren, zählt Google aber nicht mehr nur die reine Zahl der Backlinks, sondern legt großen Wert auf deren Qualität.

Deshalb solltet ihr regelmäßig auswerten, von welchen Seiten ihr Backlinks bekommt und wie deren Qualität ist. Denn während gute Backlinks sich positiv auf das Google-Ranking auswirken, können Verweise von schlechten Seiten genau das Gegenteil bewirken. Das Ergebnis muss als wichtiger Faktor in eure Backlink-Strategie einfließen.

Die ausgewählte SEO-Software sollte regelmäßig alle ein- und ausgehenden Backlinks auswerten. Wichtig an dieser Stelle ist, dass das SEO-Tool zur Qualitätseinschätzung auch die Domain bzw. URL bewertet, von die Backlinks kommen. Über das Monitoring sollte es außerdem möglich sein, das Linkwachstum und die genaue Linkherkunft zu beobachten. Gute Tools bieten außerdem die Möglichkeit, die Backlinkstruktur der Konkurrenz auszuwerten.

Weitere wichtige Funktionalitäten

Neben den genannten Bereichen bieten viele SEO-Tools weitere, sehr spezifische Funktionalitäten, die im Einzelfall wichtig sein können. Wer z.B. sehr auf Social-Media zur Reichweitengenerierung setzt, dessen SEO-Tool sollte über ein Social-Media-Monitoring verfügen. Für Online-Händler, die auf Amazon, Ebay & Co aktiv sind, sind Funktionalitäten rund um das Marktplatz-SEO wichtig. Und last but not least sollte die SEO-Software auch entsprechende Reporting-Funktionen und Schnittstellen zu externen Programmen bieten.

Fazit: Bekannte Anbieter wie Seobility oder SEMrush bieten fast alle der beschriebenen Funktionen. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede in der Zahl möglicher Abfragen und Analysen, vorhandener Reporting-Funktionen oder unterstützter Schnittstellen. Während einige Anbieter ein „All-inklusive-Paket“ bieten, müssen bei anderen erweiterte Funktionalitäten als separate Module dazu gebucht werden. Das kostet dann meist extra und kann den monatlichen Gesamtpreis schnell in die Höhe treiben.

Deshalb solltet ihr euch vor der Anschaffung eines SEO-Tools genau überlegen, welche Funktionalitäten ihr wirklich braucht. Die meisten Hersteller bieten eine kostenlose Testphase, in der ihr genau feststellen könnt, ob sich das SEO-Tool für euch eignet und auf eure Bedürfnisse zugeschnitten ist. Damit euch das Tool langfristig den gewünschten Nutzen liefert.