Was EU-Förderung mit Bienen zu tun hat

CyberForum 15.04.2019

Was bringt die EU für Baden-Württemberg? Das war das Thema eines Pressetermins der Europäischen Kommission im CyberForum vergangene Woche. Als indirekt durch die EU unterstütztes Projektbeispiel stellte sich apic.ai aus Karlsruhe vor: das Startup, das sich der Bienenrettung durch künstliche Intelligenz widmet, hat vom Karlsruher EXI Gründungsgutschein 2.0 profitiert. Dieses ESF-geförderte Projekt, das vom CyberForum gemeinsam mit der Stadt Karlsruhe und der Gründerallianz Karlsruhe durchgeführt wird, bietet Vorgründungs- und Gründungsberatung zur Qualifizierung, um möglichst tragfähige und aussichtsreiche Gründungen zu ermöglichen.

Auch durch das CyberLab wird apic.ai unterstützt: in vom CyberForum betriebenen IT-Accelerator erhalten Startups neben einem gründerfreundlichen Arbeitsplatz Zugang zu Investoren und Mentoren, wertvolle Netzwerkkontakte und vielfältigen Support zum Aufbau des eigenen Unternehmens. Das CyberLab wird seitens EU sowohl über ESF-Mittel (Inhalt, Programm) als auch über EFRE (Bau) gefördert.

Von Karlsruhe nach Baden-Württemberg: EU-Förderung

Im aktuellen Förderzeitraum 2014 bis 2020 stellt die EU für Baden-Württemberg im Rahmen ihrer Strukturfonds Fördermittel in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Damit werden Maßnahmen zur Förderung von Wirtschaft, Beschäftigung und nachhaltiger Entwicklung unterstützt. So fließen allein rund 247 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung EFRE in die Schaffung von Arbeitsplätzen, Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftswachstum und die Verbesserung der Lebensqualität. Gefördert werden damit nachhaltige Konzepte in Kommunen und innovative Projekte in baden-württembergische Unternehmen.

Mit rund 260 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds ESF werden Projekte für Beschäftigungs- und Bildungschancen gefördert. Für Projekte in den ländlichen Regionen stehen Mittel in Höhe von rund 710 Millionen Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums ELER zur Verfügung. Darüber hinaus profitiert Baden-Württemberg von der EU unter anderem durch den Schutz regionaler Produkte vor Nachahmung, dem Bildungsprogramm Erasmus+ und dem weltweit größte transnationale Förderprogramm für Forschungsprojekte "Horizont 2020".