was wird aus dem Projektleiter in agilen Zeiten?

Mitglieder 24.01.2018 metisleadership

Beim Aufriss zur Blogparade wird zum einen auf einige Aspekte der

Digitalisierung mit vermuteten Folgen für den Projektleiter verwiesen

(Berechnungen, dass Arbeitsstunden wegfallen, hohe Technologisierung der

Projekte, Synergieeffekte, der Einsatz der "künstlichen Intelligenz",

die ggf manche Tätigkeiten, die heute vom Projektleiter übernommen

werden, automatisieren kann (auf die Algorithmen bin ich mal gespannt)

und zum anderen auf die Veränderung von Führung als Folge des schon

länger um sich greifenden radikalen Umbaus des Projektgeschäfts über den

Einsatz von agilen Methoden, die wiederum neue Rollen ins Spiel

gebracht haben (wie z.B. den product-owner oder den scrum-master) bis

hin zur Neugestaltung von Unternehmensteilen oder ganzen Unternehmen in

Richtung "agil". Was dann auch die bisherige Funktion und

Rollenzuteilung des Projektleiters in Frage stellt.

ich vertrete die Meinung, dass es auch in 2030 Führungsaufgaben im Projekt geben wird (sofern wir dann noch von Projekten sprechen) - es ist abzusehen, dass der Projektleiter als die heute bekannte Position und Ansammlung verschiedener Rollen nicht mehr existieren wird. Vielmehr wird es eine Verteilung dieser Rollen auf verschiedene andere Funktionen im Projektgeschehen geben. die Projektleiter werden zum Teil in das Produktmanagement "entschwinden", zum Teil aber auch in die spezialisierte Unterstützung von Projekten Richtung PMO gehen und zum Teil möglicherweise auch in Richtung Portfoliomanagement, weil es immer stärker drauf ankommen wird, die richtigen Projekte zur Unterstützung einer Marktstrategie möglichst nahe am Puls der Kunden und effektiv zu machen.

Weitere Vertiefungen s. über den link www.projektmagazin.de/blogparade_2017 . Viel spaß bei der Diskussion und bei der Gelegenheit noch nachträglich alles Gute für das schon angelaufene Jahr.

Klaus Wagenhals, metisleadership