Brauchen wir eine neue Ethik in der Kommunikation?

Vortrag Prof. Dr. Bernhard Pörksen, Universität Tübingen

Jedermann kennt inzwischen die Erregungsmuster des digitalen Zeitalters, dasgroße Geschäft mit der Desinformation. Immer mehr Menschen beginnen zu ahnen, dass da Entwicklungen im Gange sind, die unsere Gesellschaft dazu zwingen, sich gründlicher mit Fragen zu beschäftigen, wie sich unsere Idee von Wahrheit, die Dynamik von Enthüllungen, der Charakter von Debatten und die Vorstellung von Autorität und Macht verändern.Tatsache ist, dass durch die neue digitale Kommunikationstechnik jedermann mit jedem weltweit Informationen jeder Art austauschen kann, die zunächst hochbeglückt begrüßt wurde und die natürlich auch eine tolle Sache ist, inzwischen immer mehr Unbehagen bereitet. Denn Kommunikation verläuft jetzt in alle Richtungen und jeder Nutzer ist Empfänger und Sender zugleich.Die sogenannten “Gate-Keeper” der Information, die Journalisten im weitesten Sinne, haben ihr “one Way-Monopol” verloren und damit ist auch die Chance verloren gegangen, die Kommunikationsprozesse in geregelten Bahnen verlaufen zu lassen.Journalismus ist ein verantwortungsvoller Beruf, weitgehend akzeptiert und immer noch hohenethischen Prinzipien verpflichtet, von der Gesellschaft kontrolliert von den dazu geschaffenen Einrichtungen. Nachdem nun die Grenzen zwischen den Rollen, hie Journalisten - dort Rezipienten, Empfänger, gefallen sind –wird die Kontrolle über eine geregelte Kommunikation innerhalb der Gesellschaft nicht leichter, wie vielerlei Beispiele im Netz zeigen.

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