Die Entwicklung und Nutzung von KI hat weitreichende Folgen – nicht nur für die Art, wie wir arbeiten, sondern auch für die gesellschaftliche Entwicklung insgesamt. Das Kompetenzzentrum KARL reflektiert diese Folgen auch aus ethischer und sozialer Perspektive.
In ihrem Vortrag führen Dr. Bettina-Johanna Krings und Dr. Philipp Frey zunächst die zentralen Begriffe der KI-Debatte aus sozialwissenschaftlicher Sicht ein und erklären, warum ethische Prämissen wichtig sind. Der Fokus liegt jedoch auf der betrieblichen Ebene: Wie können Risiken von KI im Unternehmenskontext adressiert werden? Anhand eines konkreten Fallbeispiels wird gezeigt, wie diese Konzepte nachhaltige Arbeitsformen fördern und zugleich Innovationspotenziale in Betrieben eröffnen.
Ziel der Veranstaltung ist eine reflektierte und für alle Beteiligten fruchtbare Nutzung der Chancen von KI.
Zielgruppe:
Die Veranstaltung richtet sich an alle, die daran interessiert sind, sich über ethische Fragen im Kontext von KI auszutauschen. Vor allem für betriebliche Entscheidungsträger:innen, die die Einführung von KI-Anwendungen in ihren Betrieben erwägen, könnte der RoundTable besonders spannend sein. Vorkenntnisse werden nicht benötigt.
Referent:in:
Dr. Bettina-Johanna Krings
Bettina-Johanna Krings ist Senior Researcher am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) und Lehrbeauftragte am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Seit vielen Jahren forscht sie zum Verhältnis von digitalen Technologien und Arbeit in ausgewählten Branchen. Im Projekt KARL (Künstliche Intelligenz für Arbeit und Lernen in der Region Karlsruhe) wurden soziale und ethische Implikationen miteinander verwoben, was die Debatte um nachhaltige Arbeitsformen in besonderem Maße befruchtet hat.
Dr. Philipp Frey
Philipp Frey ist Postdoc am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am KIT. Dort forscht er zur Zukunft der Arbeit und zur demokratischen und ökologisch nachhaltigen Gestaltung der Digitalisierung. Im Rahmen von KARL arbeitet er zu den ethischen und sozialen Implikationen der Nutzung von KI in der Arbeitswelt und den Möglichkeiten ihrer sozialpartnerschaftlichen Aushandlung und Gestaltung.
Teilnahme:
Die Veranstaltung ist kostenfrei und wird ca. 2 Stunden dauern.
Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Deshalb unbedingt anmelden!
Über das Kompetenzzentrum KARL
KARL ist eins von aktuell 13 regionalen Kompetenzzentren und zwei wissenschaftlichen Begleitprojekten, das die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz (KI) auf die Lern- und Arbeitswelt untersucht. Ziel von KARL ist es, menschenzentrierte, transparente und lernförderliche, KI-unterstützte Arbeits- und Lernsysteme zu konzipieren und in konkreten Praxisanwendungen vorzeigbar zu machen.
Die Region Karlsruhe mit dem nationalen Digital Hub angewandte KI und einem der führenden IT-Cluster in Europa bietet dafür großes Entwicklungspotenzial. Konsortialführer ist die Hochschule Karlsruhe. Projektpartner sind neben neun Forschungs- bzw. Transferpartnern auch elf regionale Unternehmen. Bis 2026 wird KARL vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit knapp zehn Millionen Euro gefördert.